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Das "Schwarze Brett"

"Schwarze Bretter" sind vielfach die Hauptquelle für Ankündigungen, Teilnehmerlisten, Prüfungsinformationen aber auch für kurzfristige Mitteilungen über ausfallende, verlegte oder veränderte Veranstaltungen gewesen. Mit der flächendeckenden Einführung von Stud.IP ist es gelungen, die vielfach uneinheitliche und vor allem für Studienanfänger schwer zu durchschauende Informationspolitik zu vereinheitlichen. Sowohl in Stud.IP als auch auf daraus gespeisten "externen Seiten" stehen einfach zu aktualisierende Informationen bereit.

Ein besonderer Erfolg sind elektronische Anmeldungen zu Veranstaltungen. An die Stelle aushängender Listen sind fast überall einheitliche Anmeldeverfahren über Stud.IP getreten. An der Universität Osnabrück haben sich zum Wintersemester 2005/2006 bereits zum fünften Mal mehr als 1000 Lehramts- und Erziehungswissenschaftsstudierende online angemeldet, über 1000 Sprachkursanmeldungen samt Abwicklung der Zahlungsmodalitäten laufen ebenfalls über die Lernplattform. Die am häufigsten zu hörende Klage lautet: "Warum wird das noch nicht von allen Dozenten genutzt?

Student:
Bei den Erziehungswissenschaften war das bis vor zwei Jahren ein recht großer Aufwand. Die Zettel für die Seminaranmeldung hingen schon eine Zeit vor Semesterbeginn aus. War man gerade nicht in Osnabrück, musste man extra in den Semesterferien nach Osnabrück kommen und sich in die Aushänge am schwarzen Brett eintragen.

Sehr ärgerlich war es, wenn "nette KommilitonInnen" den Zettel verschwinden ließen, was für sie den Vorteil hatte, dass am nächsten Tag eine garantiert leere Liste dort hing, wo tags zuvor alle Plätze belegt waren. Für einen selbst, war dies natürlich eine schlechte Planungsgrundlage. Es konnte bedeuten sich rechtzeitig eingetragen zu haben, aber dennoch am Anfang des Semesters ohne Platz in der Praktikumsgruppe da zu stehen.

Mit Stud.IP ist das nun erheblich besser geworden. Man kann sich für Seminare und Praktika online anmelden, auch aus Venezuela, wenn man dort sein Praktikum erlebt. Ausserdem sorgt Stud.IP für Gerechtigkeit, weil die Leute einen Platz bekommen, die sich dafür zuerst anmelden. Dubios abhanden gekommene Blätter sind damit bisher auch nicht vorgekommen. Die Kehrseite des Erfolgs ist, dass die Uni noch einen weiteren Stud.IP-Server erwerben muss, da mit dem Start der Anmeldeverfahren einige hundert KollegInnen auf die Veranstaltungen zugreifen, und damit die Ladezeiten zu lang werden.

Dozentin:
Ein schöner Nebeneffekt ist, dass der Fachbereich nun auch einen Überblick über den Bedarf an Veranstaltungen hat. Bei 45 Plätzen auf einer Papierliste war eben nach diesen 45 Plätzen Schluss. Ob sich noch zwei oder 50 weitere StudenInnen für das Seminar interessierten, wußte niemand. Nach den ersten Anmeldeverfahren über Stud.IP wurde klar, dass der Ansturm bei einigen Veranstaltungen um das mehrfache die Zahl der möglichen TeilnehmerInnen überstieg. Daraufhin wurden zusätzliche Veranstaltungen eingerichtet, die ohne die Wartelisten in Stud.IP nie statt gefunden hätten.

Elektronische Kommunikationsformen lösen nach und nach bislang etablierte, aber räumlich wie zeitlich unflexible Kanäle ab. Zum Wintersemester 2005/2006 wurden an die neu immatrikulierten Erstsemester an der Universität Osnabrück zum ersten Mal die Zugangsdaten zu den elektronischen Diensten der Hochschule mit dem Studentenausweis verschickt. Viele haben diese Gelegenheit genutzt, über die Lernplattform das erste Mal Kontakt mit den zukünftigen Kommilitonen und dem "Leben" an ihrer Hochschule aufzunehmen. Sie haben nach Unterkunftsmöglichkeiten gefragt, sich anderen vorgestellt und Fragen der Studenplangestaltung diskutiert. So wurde ihnen ein leichterer Start ins Studium ermöglicht, den sie gerne genutzt haben.

E-Prüfungen

Zurzeit werden die mit der Prüfungsanmeldung, Ergebniseingabe und Ergebniseinsicht verbundenen Vorgänge elektronisch unterstützt.

Die Studierenden und Lehrenden können über das Internet auch zu Hause entsprechende Transaktionen vornehmen. Die Studierenden müssen sich mittels des Verfahrens zu Prüfungen an-/abmelden und können die Prüfungsergebnisse einsehen.

Die Lehrenden können mittels des Verfahrens die Noten einsehen, welche Studierenden (Name, Matrikelnummer und Studiengänge, Semester) sich zu Prüfungen angemeldet haben und sich diese Daten ausgeben lassen. Sie haben ebenfalls die Möglichkeit, die Prüfungsergebnisse einzugeben. Diese Eingaben müssen dann von den Lehrenden ausgedruckt und unterschrieben an das Prüfungsamt geschickt werden.

Weitere Informationen

 


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